CASE STUDIES

50Hours

Aufbau der Marke 50Hours – Von der Idee zur digitalen Plattform für Freizeitgestaltung

50Hours entstand als Antwort auf eine simple Beobachtung: Viele Menschen investieren viel Energie in ihren Arbeitsalltag, aber kaum jemand plant bewusst seine Freizeit. Zeit blieb übrig, aber sie wurde selten genutzt – jedenfalls nicht so, dass sie wirklich bereicherte. Die Idee hinter 50Hours war, dieses Muster zu durchbrechen: Eine App, die Inspiration, Planung, Motivation und Community rund um das Thema Freizeit in einer Lösung verbindet.

Als Co-Founder und CMO begleitete ich die Entwicklung der Marke von der ersten Namensidee über die Corporate Identity bis zur digitalen Vermarktung und den Kommunikationssystemen für B2C, B2B und B2B2C. Die Herausforderung bestand darin, ein Produkt aufzubauen, das gleichzeitig emotional, digital intuitiv und kommerziell skalierbar ist.

Markengründung – eine Identität für bewusste Freizeitgestaltung

Zu Beginn stand die Frage: Wie kommuniziert man ein Thema, das für jeden intuitiv verständlich, aber gleichzeitig schwer zu greifen ist? Freizeit ist individuell, emotional, spontan – und eine App kann das nur sinnvoll begleiten, wenn sie eine klare Haltung transportiert.

Entwicklung der Markenidentität

Der Name 50Hours entstand aus der Idee, dass die meisten Menschen etwa 50 Stunden freie Zeit pro Woche haben – und dass diese Zeit ein wertvolles Gut ist. Die Marke sollte drei Dinge ausdrücken:

  1. bewusste Freizeitgestaltung

  2. Inspiration statt Planungslast

  3. eine Community, die motiviert statt bewertet

Diese Haltung floss in Claim-Entwicklungen, die Tonalität der Marke und die visuelle Welt ein.

Corporate Identity

Die CI wurde so gestaltet, dass sie zwischen Lifestyle, Motivation und digitaler Klarheit balanciert. Sie basierte auf:

• einer Farbwelt, die Aktivität und Ruhe verbindet
• klaren, reduzierten Elementen für das App-Interface
• spielerischen Akzenten für soziale Inhalte und Community-Features

Die Marke sollte inspirierend wirken, aber nicht überdreht; digital sein, aber nicht technisch.

Produkt & App Design – User Experience als Markenversprechen

Ein zentraler Teil der Arbeit war das Übersetzen der Markenidentität in die App selbst. Die App sollte:

• intuitiv sein
• visuell klar geführt
• motivierend, aber nicht belehrend
• offen für unterschiedliche Nutzertypen
• skalierbar für zukünftige Features

App-Architektur & UX

Die Kernfragen waren immer dieselben:

• Wie finden Nutzer Aktivitäten, die zu ihnen passen?
• Wie fühlen sich Inspiration und “Handlungsaufforderung” natürlich an?
• Wie kann Community entstehen, ohne dass Social Media-Mechaniken überfordern?

Das führte zu einem modularen UX-System:

  1. Discover-Bereich – Inspiration nach Stimmung, Ort, Zeit, Kategorie

  2. Planungsfeature – Aktivitäten sammeln, organisieren, teilen

  3. Challenges & Micro-Goals – kleine Anstöße für regelmäßige Aktivität

  4. Social Layer – dezente Community-Ebenen (z. B. Freundeslisten, Empfehlungen), ohne klassischen Feeds

Die App sollte nicht zur Zeitfressmaschine werden, sondern zur Leitplanke für echte Erlebnisse.

Digital Marketing – der Markenaufbau im B2C

Die digitale Vermarktung von 50Hours fußte auf einem mehrstufigen Kommunikationssystem, das sowohl organisch als auch paid funktionieren konnte.

Content-System

Da die App selbst auf Inspiration beruht, wurde das Marketing als natürlicher Verlängerungsarm gedacht:

• Micro-Stories
• Wochenend-Inspirationen
• lokale Empfehlungen
• Challenges (z. B. „3 neue Aktivitäten diese Woche“)
• App Walkthroughs & Feature-Erklärungen

Die Inhalte mussten systematisch, klar strukturiert und leicht reproduzierbar sein.
Ziel war Reichweite in den frühen Phasen, wiederkehrende Nutzung in späteren Phasen.

Paid-Kanäle

Die Strategie kombinierte:

• App Store Kampagnen
• Social Ads mit Fokus auf Challenges
• regionale Ads abhängig von Partneraktivitäten
• Retargeting für App-Installationen

Wichtig war, dass die Paid-Werbung nicht wie reine Werbekommunikation wirkte, sondern wie eine Verlängerung des Markenversprechens: „Mach mehr aus deiner freien Zeit.“

B2B – Partnerschaften mit Freizeit- und Kulturanbietern

Das Modell war von Anfang an nicht rein B2C angelegt.
Freizeit- und Veranstaltungsanbieter waren strategische Partner:

• Kulturinstitutionen
• Sportanbieter
• lokale Aktivitätsanbieter
• Freizeitparks
• Kurse, Workshops, urbane Mikro-Events

Die B2B-Kommunikation zielte darauf ab, 50Hours als Plattform zu positionieren, die Besucherströme erhöhen und Zielgruppen erweitern kann.

Dazu gehörten:

• Onboarding-Guides
• API-basierte Event-Listings
• Feature-Promotions
• gemeinsame Kampagnen (z. B. „Wochenendpakete“, „City Challenges“)

Hier war wichtig, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen: Anbieter wollten Sichtbarkeit und Buchungen, Nutzer wollten authentische Empfehlungen, nicht Werbung.

B2B2C – Unternehmenspartnerschaften für Mitarbeiterangebote

Ein weiterer wichtiger Kommunikationsstrang entstand aus Unternehmenspartnerschaften, bei denen Firmen ihren Mitarbeitenden Zugang zu Premium-Features oder speziellen Aktivitätenpaketen über 50Hours anbieten konnten.

Die Story war klar:

Mehr Energie, weniger Stress, bessere Teamkultur.

Dafür wurden:

• Employer-Branding-Argumente
• Onboarding-Material
• interne Kommunikationspakete
• Nutzungsguides für Teams

entwickelt, die HR-Abteilungen direkt einsetzen konnten.

Customer Relations – ein stetiger Dialog mit Nutzern und Partnern

Von Anfang an wurde Customer Relations als zweiseitiges System gedacht:

B2C

• In-App-Feedback
• monatliche Feature-Updates
• Micro-Surveys
• Community-Funktionen wie Challenges oder Freundeslisten

Das Ziel war, zu verstehen, welche Arten von Aktivitäten und Challenges Nutzer wirklich annehmen – und welche nur theoretisch attraktiv wirken.

B2B

• Partner-Feedbackrunden
• Dashboards für Content- und Event-Performance
• monatliche Terminzyklen zur Optimierung von Kooperationen

Diese Kombination half, die App kontinuierlich weiterzuentwickeln – datenbasiert, nutzerorientiert und skalierbar.

Corporate Growth – Marke, Produkt, Kommunikation in einem System

Die Stärke von 50Hours lag in der Kombination aus:

• klarer Marke
• durchdachtem Produkt
• datenorientierter Digitalstrategie
• Community-Mechaniken
• einem skalierbaren Geschäftsmodell

Das Projekt brachte unterschiedliche Kommunikations- und Produktlogiken zusammen:

• Lifestyle-Marke
• App-basiertes Tool
• Plattform für Partnerangebote
• Motivationstool für Nutzer
• Aktivitätsempfehlungs-Engine

Daraus entstand ein digitales Ökosystem, das Freizeitgestaltung einfacher, inspirierender und sozialer machen sollte – mit Wachstumspotenzial in alle Richtungen.

Ergebnis: Eine digitale Freizeitmarke mit skalierbarem Fundament

Die Arbeit an 50Hours zeigt, dass Markenaufbau und Produktentwicklung untrennbar miteinander verbunden sind. Die App ist nicht nur ein technisches Produkt, sondern Ausdruck einer Haltung: dass freie Zeit wertvoll ist und bewusst genutzt werden kann.

Marke, Corporate Identity, digitales Marketing und App-Design wurden als ein System entwickelt – mit klaren Prozessen für B2C, B2B und B2B2C, datenbasiert geführt und nutzerzentriert aufgebaut.

Benjamin Nick